Schulranzenkauf: Kriterien, um den besten Schulranzen zu finden

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Wie Du den besten Schulranzen finden kannst für Dein Kind – mit Kriterien- und Checkliste, worauf Du achten solltest

 

Vor 4 Jahren stand ich zunächst erschlagen vor einem Berg an Schulranzen, die alle unterschiedliche Vor- und Nachteile hatten. Denn den perfekten, für alle Kinder passenden Schulranzen gibt es nicht. Weil Kinder verschieden sind und sich ihre Vorlieben und Angewohnheiten unterscheiden. Manches kann man vorher leider auch noch nicht absehen, z.B. ob ein Brustgurt genutzt werden wird oder nicht. Ich kenne sowohl Kinder, die ihren Brustgurt gewissenhaft jahrelang nutzen als auch welche, die ihn nie genutzt haben.

 

Nach welchen Kriterien sollte man einen Schulranzen aussuchen?

Ich liste hier viele verschiedene Kriterien auf. Welche Dir besonders wichtig sind, musst Du selbst entscheiden. Bei manchen Punkten sollten die Kinder sicher nicht das Recht haben, zu bestimmen. Sitzt der Ranzen z.B. nicht gut, dann kann das Design noch so schön sein, er sollte nicht gekauft werden.

Übersicht Kriterien Ranzenkauf Schulrucksack Schulranzen
Schulranzenkauf – mit Checkliste (siehe unten), um den perfekten Schulranzen zu finden

Daher zuerst das für mich wichtigste Kriterium: der Sitz des Schulranzens.

 

Sitzt der Schulranzen gut und ist bequem?

Erstmal sollte der Ranzen auf das Kind eingestellt werden so gut es geht mit den Schultergurten und eventuell am Rücken einstellbaren Gurten. Dann sollte nach den folgenden Kriterien geschaut werden:

Der Ranzen sollte gut am Rücken anliegen, vor allem an den Schulterblättern. Laut Info aus den Fachgeschäften sollte man nicht mit der Hand zwischen Rücken und Ranzen kommen, damit es keine Rückenschmerzen gibt. Im Idealfall sollte sogar nicht mal eine Postkarte dazwischen passen. Außerdem sollte der Ranzen oben nicht über Schulterhöhe hoch stehen, sondern auf einer Höhe mit den Schultern sein. Mit höher stehenden Ranzen kann das Kind sich nicht gut umschauen. Gerade im Winter mit zusätzlich darüber liegender Kapuze der Winterjacke hat es dann einen Nachteil im Straßenverkehr.

Unten sollte der Schulranzen nicht über den Hintern hängen, sondern darüber enden. Der Schulranzen sollte auch nicht breiter als die Schultern sein.  Die Schultergurte und der Rücken sollten gepolstert sein und die Schultergurte sollten ca. 4 cm breit sein. Bei zu viel Polsterung können die Gurte allerdings leicht von der Schulter rutschen.

Idealerweise sollte man ausprobieren, ob der Schulranzen dem Kind auch mit Jacke und ohne Jacke sitzt. Das kann sich nämlich durchaus unterscheiden. Und dann entsprechend auch, wie er voll und leer am Kind „hängt“. Hier schreibe ich „idealerweise“, denn ich weiß selbst, dass es nicht so einfach ist, ein paar Bücher mitzuschleppen, um das zu prüfen. In Fachgeschäften wird einem da aber auch weiter geholfen und es sind Dinge da, um mal auszuprobieren, wie der Ranzen mit Inhalt sitzt.

Wichtig: nicht vergessen, das Kind selbst zu fragen, ob es den Ranzen bequem findet. Wobei Kinder oft den Ranzen mit dem beliebteren Motiv als bequemer bezeichnen, in der Hoffnung den dann zu bekommen. Wir haben immer gesagt, dass wir erstmal das Grundmodell nach dem guten Sitz aussuchen und dann danach schauen, in welchen Motiven es den gibt. Es war also von Vornherein klar, dass das Motiv erst ein nachrangiges Auswahlkriterium sein wird.

 

Ist das Kind mit Schulranzen gut sichtbar?

Das ist der Punkt, der mir nach dem Sitz am wichtigsten war. Denn ist ein Kind dunkel gekleidet und damit nicht gut sichtbar, dann wird es bei schlechten Sichtverhältnissen eventuell erst bei einem Abstand von 25 m entdeckt.

Auch wenn ein Autofahrer dann sofort eine Vollbremsung macht, kommt er schon mit 50 km/h Geschwindigkeit damit nicht hin und erwischt das Kind noch. Im Durchschnitt kommt ein Auto bei dieser Geschwindigkeit nach ca. 40m zum Stehen (siehe *, reiner Anhalteweg wären 28m).

Laut ADAC kann man durch reflektierende Kleidung schon aus 130-140m Entfernung gesehen werden. Dann würde es mit dem Bremsweg locker reichen. Am Beispiel dieses Fotos des ADAC kann man gut sehen, dass das mittlere, dunkel gekleidete Kind trotz des geringen Abstands kaum sichtbar ist ADAC – Besser sichtbar durch Reflektoren, die anderen Kinder aber schon.

Idealerweise trägt das Kind also auch täglich eine Reflektorweste. Ich muss gestehen, dass das bei uns nicht praktikabel war. Die Große ist nach einer Weile öfter ohne ihre Weste los gegangen und auch wir haben nicht jedes Mal darauf geachtet morgens. Mittags kam sie immer mit der Weste im Ranzen zurück. Sicherer ist es also, wenn der Ranzen an sich für gute Sichtbarkeit sorgt, denn den hat das Kind auf jeden Fall dabei auf dem Schulweg.

Zwei Arten von Materialien können die Sichtbarkeit erhöhen:

  • Retroreflektierende Materialien werfen das Licht zurück. Das ist das, was wir meist als „reflektierend/Reflektoren“ bezeichnen. Als Autofahrer wirkt es, als ob etwas leuchten würde, sobald unser Scheinwerferlicht auf das Material trifft. Reflektierendes hilft im Dunkeln und in der Dämmerung.
  • Fluoreszierende Materialien (in diesen Neon-Farben) scheinen von selbst zu leuchten, auch bei Tageslicht. Sie bringen Sichtbarkeit an trüberen Tagen, bei Regenwetter und Nebel.

Es gibt eine DIN-Norm (58124), die sich unter anderem auf diese Materialien bezieht. Ein Ranzen erfüllt diese DIN-Norm nur, wenn mindestens 20% der Vorder- und Seitenflächen fluoreszierend (ACHTUNG: in gelb oder orange, nicht grün/pink…!) sind und mindestens 10% der Vorder- und Seitenflächen sowie Teile der Schultergurte reflektierend sind.

Alle Ranzen, die diese großen orange-farbenen oder gelben Flächen nicht besitzen, erfüllen diese DIN-Norm nicht!

Ja, schön sehen diese Flächen nicht aus. Aber mir ist ein lebendiges oder sogar unverletztes Kind so viel wichtiger als eins mit schönerem Ranzen, dass es in diesem Punkt bei uns keine Diskussion gibt.

Es ist sicher abzuwägen, ob man das Kind sowieso jeden Morgen mit dem Auto fährt oder ob es den Schulweg allein bewältigen wird. Aber auch Kinder, die sonst immer gefahren werden, gehen vielleicht mal nachmittags mit den Freunden bei schlechteren Sichtverhältnissen zu Fuß nach Hause. Und gerade diese Kinder sind auf diesem Weg nicht so routiniert, weil sie ihn sonst nie gehen…

Viele Ranzen gibt es in 2 Versionen, mit und ohne die fluoreszierenden Flächen. Man kann also nachfragen oder im Internet danach suchen, ob es ein bestimmtes Modell vielleicht auch mit DIN-Norm gibt. Für zusätzliche Sichtbarkeit in der Dämmerung kann man mit anklebbaren oder auf die Kleidung aufbügelbaren Reflektoren sorgen. Das ersetzt aber eben gerade nicht die fluoreszierenden Flächen, die ja einen anderen Zweck erfüllen. Für den Ersatz der fluoreszierenden Flächen gibt es z.B. Sicherheitswesten, die dieses Material enthalten. Da ist eben die Frage, ob das Kind diese auch immer gewissenhaft trägt?

 

Ist der Schulranzen gut einstellbar und verstellbar?

Hier gibt es mehrere Aspekte:

  • Wächst der Schulranzen mit? Und bietet mit zunehmender Größe eine Einstellmöglichkeit am Rücken? Sinnvoll ist so eine Einstellungsmöglichkeit sicher, aber dann muss man konsequenterweise als Eltern auch regelmäßig daran denken, den Schulranzen anzupassen.
  • Wie leicht sind die Schultergurte vom Kind selbst verstellbar? Trägt das Kind den Ranzen mit unterschiedlich dicker Kleidung (mit/ohne Jacke…), dann müssen die Schultergurte jeweils verstellt werden, damit keine Fehlhaltungen entstehen. Zu straffe Schultergurte können z.B. zur Hohlkreuzstellung führen (für einen starken Ruck zum Verstellen können die Kinder kurz hoch hüpfen und dabei gleichzeitig mit beiden Händen die Riemen der Schultergurte nach unten ziehen). Bei zu lockeren Gurten rutscht der Ranzen vom Rücken oder schlenkert beim Laufen hin und her. Beide Gurt-Enden der Schultergurte sollten immer gleich lang runter hängen, damit das Kind das Gewicht gleichmäßig auf beide Schultern verteilt trägt. Kann das Kind die Gurte also nur schwer selbst verstellen, dann wäre das wohl ein Ausschlusskriterium für den Ranzen.
  • Gibt es einen Brustgurt oder Beckengurt? Durch einen Brust- und Beckengurt verteilt sich das Gewicht besser, so dass das Kind den Ranzen Rücken schonender tragen kann. Der Brustgurt sorgt dafür, dass die Schultergurte nicht von den Schultern rutschen können. Durch den Beckengurt wird das Gewicht besser Richtung Hüfte verteilt und so der Rücken entlastet. Allerdings ist schwer vorhersagbar, ob das Kind die Gurte auch nutzen wird. Werden sie genutzt, dann sind beide Arten von Gurten sicher ein großer Zugewinn.

 

Ist der Schulranzen robust?

  • Muss der Ranzen wasserfest sein oder reicht „wasserabweisend“ aus? Manche Ranzen sind nur wasserabweisend und haben keine verschweißten Nähte. Bei diesen Modellen wird dann eine Regenhülle zum Drüberziehen empfohlen. Wird das Kind die Hülle nutzen oder lieber mit nassem Ranzen nach Hause rennen so dass der Inhalt getrocknet werden muss? Das muss man abschätzen. Falls das Kind z.B. einen sehr kurzen Weg hat oder gefahren wird, wäre dieses Kriterium nicht so wichtig. Die Regenhüllen sind oft in fluoreszierenden Farben und haben teilweise auch reflektierende Elemente. So kann man das Kind auch nochmal zusätzlich sichtbarer machen, gerade bei trübem Regenwetter (wenn es die Hülle denn drauf macht).
  • Hat der Schulranzen einen festen Stand und ist unten wasserfest? Fällt er um, wenn er frei auf dem Boden steht, so dass das Kind vielleicht öfter seine Sachen wieder einräumen muss? Hat er vielleicht sogar solche Plastik-Noppen unten oder eine robuste Fläche, damit es ihm auch nichts ausmacht, mal eine Weile in einer Pfütze zu stehen, wenn das Kind ihn kurz abgesetzt hat, weil ihm etwas anderes gerade wichtiger ist? Leider achten die Kinder nicht immer darauf, wo sie den Ranzen abstellen.
  • Hält der Ranzen es aus, wenn sich das Kind drauf setzt? ACHTUNG! Das führt bei manchen Herstellern zum Erlöschen der Garantie (danke für den Hinweis, Anni)! Fakt ist, dass die Kinder es trotzdem oft machen, auch wenn sie es eigentlich nicht sollten. Gerade Kinder, die z.B. auf den Bus warten, sehe ich öfter auf ihrem Ranzen sitzen (meine Große macht das auch und ihr Ranzen hält es zum Glück gut aus). Offiziell sind die Ranzen laut Hersteller soweit ich weiß alle nicht zum Draufsetzen gedacht. Je nach Verhalten des Kindes ist ein robuster Ranzenkorpus wichtiger oder eben nicht. Manche werfen ihre Ranzen auch über Zäune und klettern hinterher… Bei einem Rucksack-Modell hätte ich bei unserer Großen Sorge gehabt, dass die Blätter nachher alle oben verknickt sind. Allerdings gibt es auch bei einigen Rucksack-Modellen Verstärkungen des Korpus gleich mit dabei oder optional zum Zukaufen. Oder feste Boxen, die dann im Ranzen lose Blätter vor Knicken schützen sollen. Falls man ein Modell mit nicht so stabilem Korpus kauft, dann hilft es bestimmt, wenn man dem Kind sagt, dass es sich auf diesen Ranzen eben nicht setzen kann.

 

Sind die Verschlüsse gut bedienbar?

Kann das Kind die Verschlüsse nicht leicht selbständig bedienen und ist gar teilweise dafür auf Hilfe von anderen angewiesen, dann ist der Ranzen für dieses Kind eher nicht geeignet.

  • Kann das Kind die Verschlüsse gut und unkompliziert öffnen? Geht das auch einhändig? Und wird es auch im Winter mit Handschuhen möglich sein? Der Ranzen unserer Großen hat z.B. einen drehbaren Magnetverschluss, den sie einhändig und mit Handschuhen öffnen kann, das ist schon sehr praktisch.
  • Wie verschließen sich die Verschlüsse wieder? Muss das Kind aktiv etwas tun, um den Ranzen wieder zu verschließen (Reißverschluss schließen, am Band ziehen…) oder schließt der Verschluss von allein, wenn der Deckel zu geworfen wird? Das ist beim Ranzen der Großen sehr praktisch, der Verschluss rastet (meistens) ein, wenn sie den Deckel zu wirft, so dass sie dann direkt losstürmen kann. Dauert es etwas länger, den Verschluss zu schließen, dann kann es sein, dass das Kind öfter mit noch offenem Verschluss den anderen hinterher stürmt. Beugt es sich dann nach unten, z.B. um etwas aufzuheben, dann ergießt sich der ganze Ranzeninhalt auf den Boden.

 

Wie ist die Aufteilung des Schulranzens?

Hier die für das eigene Kind perfekte Lösung zu finden ist größtenteils Geschmackssache und eine Frage dessen, wie das Kind den Ranzen benutzen wird.

  • Gibt es eine Innenaufteilung oder nur ein großes Fach im Innenraum? Mir war z.B. ein abgetrenntes Bücherfach recht nah am Rücken wichtig. So können die schwereren Bücher nah am Körper getragen werden und der Rücken wird entlastet.
  • Ist vorne nochmal ein Fach für ganz Leichtes, wie z.B. das Frühstück (evtl. sogar isoliert)?
  • Wo wird die Trinkflasche untergebracht? Hier war mir ein Außenfach wichtig, damit ausgelaufene Getränke nicht gleich den ganzen Ranzen unter Wasser setzen. Bei anderen Modellen ist es zwar eine an der Seite zu öffnende Tasche, die Flasche selbst ist dann aber größtenteils im Innenraum des Ranzens untergebracht.
  • Passt die gewünschte Trinkflasche überhaupt in den Ranzen? Und lässt sie sich vom Kind leicht rein packen und raus holen? Unsere Große hat eine 0,5 l Trinkflasche. Solch eine wollte die Mittlere auch gerne haben. Da beide eher wenig trinken, bin ich auch für eine möglichst große Flasche, weil ich befürchte, dass sie sie – trotz Wasserspender in der Schule – eher nur einmal am Tag Trinken auffüllen. Beim Anprobieren verschiedener Ranzen mit der Mittleren war es ihr bei manchen Modellen nicht möglich die Trinkflasche rein zu machen und den Reißverschluss allein zu schließen. Das betraf die Modelle, bei  denen die Trinkflasche an der Seite rein gemacht wird und schlussendlich im Ranzen selbst ist. Wenn ihr das nun mit leerem Schulranzen nicht gelang, dann weiß ich nicht, wie sie ihre Flasche bei vollem Schulranzen unterbringen soll. Bei anderen Modellen stand die Flasche oben raus, anscheinend werden die Taschen für die Flaschen nun kleiner statt größer. In manche Ranzen passen nur Flaschen mit 0,3 l rein. Beim Ranzen der Großen passt die 0,5 l-Flasche komplett in die ausgelagerte und isolierte Seitentasche.
  • Gibt es ein kleines Fach mit Reißverschluss, in dem das Kind auch mal Geld oder Ähnliches transportieren kann? Damit sowas nicht im Ranzen rum fliegt und verloren geht und auch nicht gleich sichtbar ist für andere.
  • Kann der Stundenplan irgendwo gut sichtbar befestigt werden? Damit das Kind unkompliziert nachschauen kann, was als nächstes dran ist. Dafür gibt es meist innen im Deckel des Schulranzens ein durchsichtiges kleines Fach.
  • Gibt es eine Möglichkeit, den Haustür-Schlüssel zu befestigen? Wir haben der Großen eine Schlüsselrolle besorgt, die wir innen im Ranzen befestigt haben. Der Schlüssel kann an einem Metallseil rausgezogen werden. So kann sie aufschließen und wenn sie den Schlüssel los lässt rollt sich das Seil wieder zurück und der Schlüssel ist wieder an seinem Ort im Ranzen. Dadurch ging er hier zum Glück bisher nie verloren.

 

Ist der Schulranzen leicht und schadstofffrei?

Vor allem wenn das Kind wenig wiegt, wird Dir das Gewicht des Ranzens wichtig sein. Es gibt schon Schulrucksäcke ab 800g, viele Schulranzen liegen aber etwas über einem Kilo Gewicht. Heutzutage wird den paar hundert Gramm Unterschied oft nicht mehr so viel Bedeutung zugesprochen. Angeblich hat das Tragen eines Schulranzens auch einen trainierenden Effekt auf die Rückenmuskulatur. Das tatsächliche Gewicht des vollen Ranzens lässt sich gut reduzieren, wenn täglich nur für die Fächer gepackt wird, für die Materialien benötigt werden und wenn die meisten Materialien in der Schule bleiben können. Bei der Großen in der Klasse gibt es dafür „Eigentumskisten“ für jedes Kind.

Geht es um die Schadstofffreiheit, dann sollte man am besten den Ranzen, den man aufgrund anderer Kriterien schon im Sinn hat, am Ende einmal checken, wie er z.B. bei Ökotest abgeschnitten hat und ob es Hinweise auf Schadstoffe bei diesem Anbieter in Ranzen oder Schulrucksäcken gibt.

 

Welches Zubehör gibt es dazu?

Das ist ein Punkt, der mir so nebensächlich war, dass ich ihn auch nicht mit auf die Checkliste genommen habe. Aber wenn man zwei Modelle im Vergleich ansieht, die sonst vergleichbar sind, dann kann man darüber vielleicht besser entscheiden, welches man nehmen möchte.

  • Turnbeutel oder Turntasche? Bei den meisten Modellen gibt es entweder das eine oder das andere zum Ranzen dazu. Bei manchen Modellen hat man die Wahl zwischen beiden. Unsere Große hat einen Turnbeutel und sagte mir letztens, dass sie froh ist, keine Turntasche zu haben, weil diejenigen mit Tasche sie immer tragen müssen. Sie kann ihren Turnbeutel einfach an den Kordeln auf den Rücken nehmen und hat dann die Hände frei, wenn es rüber zur Turnhalle geht. Es gibt auch Turnbeutel, die am Ranzen befestigt werden können. Und welche, die über einen Brustgurt verfügen, damit die Träger nicht von den Schultern rutschen. Wenn man so darüber nachdenkt, ist ein bequem zu tragender Turnbeutel/-tasche vielleicht sogar wichtiger als dass er im genau gleichen Design ist wie der Schulranzen? Es kommt aber sicher auch auf die Entfernung zur Turnhalle an und darauf, wie oft das Kind den Turnbeutel zu Fuß, mit dem Roller oder Rad zur Schule mitnehmen wird.

 

Wie findest Du nun den besten Schulranzen für Dein Kind?

So viele Kriterien, so viele Auswahlmöglichkeiten!

Am besten gehst Du wie folgt vor: überlege, wie Dein Kind voraussichtlich in den nächsten 4 Jahren zur Schule und zurück gelangt. Und wie es vermutlich mit dem Ranzen umgehen wird (es soll ja auch Kinder geben, die sehr sorgfältig mit ihren Sachen umgehen).

Als Newsletter-Abonnnent hast Du in der Schatzkiste Zugriff auf meine 2-seitige Checkliste mit den Kriterien (siehe unten, ganz unten ist das Formular zum Eintragen für den Newsletter). Die Checkliste kannst Du ausdrucken und auf der linken Seite in der Spalte „Wichtig“ die Kriterien ankreuzen, die Dir besonders wichtig sind.

Schulrucksack kaufen Kriterien Überblick Schulranzen
2-seitige Checkliste mit Kriterien für den Schulranzenkauf

Es gibt die Checkliste als pdf und als Word-Version. Damit der Zettel nur die Dir wichtigen Kriterien enthält, kannst Du das Word-Dokument nehmen und die Kriterien, die Dir unwichtig sind, einfach raus löschen. Nun kannst Du Dir Ranzen anschauen und jeweils für die unterschiedlichen Ranzen-Modelle eintragen, welche Kriterien sie erfüllen und welche nicht (das kannst Du teilweise auch schon vorher, indem Du im Internet nach den Modellen suchst, aber das wichtigste Kriterium sollte die Passform sein).

Bei meiner Großen passten z.B. die klassischen Modelle von Scout alle gar nicht gut auf ihren Rücken, das hatte mich sehr überrascht. Auch von anderen weiß ich, dass sie schlussendlich bei Marken oder Modellen gelandet sind, die sie vorher gar nicht im Sinn hatten, weil die dem Kind nun mal am besten passten.

 

Wirklich wichtig waren mir in dieser Reihenfolge:

  • der Sitz,
  • die Sicherheit (DIN-Norm: gelbe/orangene Flächen),
  • die gut selbst zu öffnenden/verstellenden Verschlüsse und Schultergurte.

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Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Ranzenkauf! Und Deinem Kind viel Freude mit dem perfekten Ranzen, der es durch eine hoffentlich glückliche Grundschulzeit begleitet!

Möchtest Du Dein Kind stark machen für die Schule? Dann erfährst Du hier, wie: Mach Dein Kind stark für die Schule – welche Fähigkeiten ihm helfen können und wie Du sie förderst.

Um Dein Kind für diese Zeit zu stärken, findest Du Anregungen in meinen anderen Beiträgen, z.B. wenn Du Dein Kind zum Gerne-Lerner statt zum Lern-Vermeider motivieren möchtest: Wie Dein Kind ein Gerne-Lerner statt eines Lern-Vermeiders wird – und Du auch!

 

Wie Du Deinem Kind Ehrlichkeit beibringst, erfährst Du hier: Ehrlichkeit – mit Tipp, um mit 8x höherer Wahrscheinlichkeit nach einer Lüge endlich die Wahrheit von Deinem Kind zu erfahren

 

Oder möchtest Du schöne Kindheitserinnerungen durch gemütliche Momente fördern, die Deinem Kind auch im rauheren Schulalltag Sicherheit und Rückhalt geben können? Falls ja, dann erfährst Du hier mehr darüber: In 8 Minuten zu mehr Gemütlichkeit in der Familie – mit Gemütlichkeits-Planer

https://www.runtervomgas.de/fileadmin/user_upload/Aktionsmaterial/Broschuere_Sichtbarkeit/RvG_Broschuere_2017_Sichtbarkeit_neu.pdf

2 Kommentare zu „Schulranzenkauf: Kriterien, um den besten Schulranzen zu finden“

  1. „Kinder, die z.B. auf den Bus warten, sehe ich öfter auf ihrem Ranzen sitzen (meine Große macht das auch und ihr Ranzen hält es zum Glück gut aus).“
    Welchen Ranzen hat sie denn? Ich würde auch einen Ranzen suchen, auf den man sich problemlos setzen kann, aber leider gibt es immer weniger Modelle mit wirklich stabilem Korpus.

  2. Daniela Galashan

    Liebe Birgit, vielen Dank für Deinen Kommentar!

    Meine Große hat den Ergo Style plus (Marke: die Spiegelburg). Den gibt es leider nicht mehr und die Spiegelburg-Ranzen, die ich nun gesehen habe sind Rucksack-Modelle.
    Ich finde es auch schade, dass es immer weniger stabile Modelle gibt, gerade für lebhafte Kinder finde ich die besser geeignet als die Rucksack-Modelle.

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