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Warum unsere eigene Kindheit uns einholt als Eltern

Wie Idealvorstellungen und Kindheitserfahrungen sich gegenüber stehen

Kindheit: Idealvorstellung vs. eigene Erfahrungen – was machst Du daraus?

 

Verlief Deine eigene Kindheit so, wie Du Dir idealerweise eine Kindheit vorstellen würdest? Das wünsche ich Dir, dass Deine Idealvorstellung von Kindheit und Deine tatsächliche Kindheit nah aneinander liegen.

Unabhängig davon beeinflussen Deine eigenen Kindheitserfahrungen wie Du Dich Deinem Kind gegenüber verhältst.

In diesem Beitrag erfährst Du, warum das so ist.

Gibt es bei euch immer mal Wutanfälle? Hat Dein Kind Ängste, ist öfter traurig, frustriert oder eifersüchtig? Falls Du darauf in Zukunft souverän reagieren möchtest und erfahren möchtest, wie Du ihm dabei jeweils am besten helfen kannst (vom Säugling bis zum Teenager), dann wäre mein großer Gefühlskurs perfekt für Dich. Anhand des 4-Schritte-Plans entwickelst Du jeweils für euch (je nach Alter Deines Kindes und nach Gefühl) die für euch passende Strategie zur Gefühlsverarbeitung. Denn bei Gefühlen gibt es keine Patentrezepte, aber viele hilfreiche Strategien!
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Warum ich das hier schreibe? Wie Du siehst kommt dieser Blog ohne nervige Werbung aus, dafür mache ich aber auf meine eigenen Herzensprojekte aufmerksam und freue mich sehr, wenn sie auch Dein Leben bereichern können.

 

Unsere Idealvorstellung über Kindheit

Wir alle haben eine Vorstellung darüber, wie unsere Kinder aufwachsen sollen. Diese Vorstellung kann ganz klar sein mit vielen Details oder etwas verwischter, nur mit grundsätzlichen „Eckpfeilern“ (ohne Gewalt, liebevoll…). Denn wir haben uns mehr oder weniger Gedanken darüber gemacht was uns bei der Erziehung wichtig ist.

Aber auch diejenigen, die sich keine Gedanken darüber gemacht haben, haben eine Vorstellung dazu. Denn in unseren Köpfen existieren Idealbilder, wie wir unseren Kindern ihre Kindheit wünschen. Diese Idealbilder enthalten Vorstellungen darüber, wie wir es selbst machen möchten (liebevoll Gutenachtgeschichte vorlesen, auf das Kind eingehen…). Und auch darüber, was wir nicht möchten (mit Kindern ständig schimpfen…).

 


 

Woher kommen diese Idealvorstellungen?

Diese Idealvorstellungen kommen aus unserem Gedächtnis. Angesammelt über unser bisheriges Leben. Aus Situationen, die wir im Laufe unseres Lebens beobachtet oder selbst erlebt haben, Geschichten, die wir gelesen oder z.B. in Filmen gesehen haben. Und bei denen wir entweder das Gefühl hatten, dass das so gut sein könnte und wir das so möchten oder dass wir gerade das vermeiden wollen.

 

Dieser Idealvorstellung steht etwas gegenüber. Und zwar:

 

Unsere eigene Kindheit

Unsere eigenen Erfahrungen aus der Kindheit zu Eltern-Kind-Interaktionen (Erwachsene-Kind-Interaktionen) stehen der Idealvorstellung gegenüber. Diese Erfahrungen stammen aus unserer eigenen Kindheit und enthalten das, was wir selbst erlebt haben. Also wieder Gedächtnisinhalte, aber welche, die wir selbst erlebt haben. Im Umgang mit unseren Eltern, aber auch mit anderen Bezugspersonen (Großeltern, Erzieher, Lehrer).

Über die Jahre hinweg haben wir viele ähnliche Situationen immer wieder erlebt. Diese Situationen und vor allem die Reaktionen der Erwachsenen haben sich eingebrannt in unser Gedächtnis. Aber nicht nur Erinnerungen als solche sind abgespeichert, sondern auch Gefühle. Und auch einzelne Situationen, in denen wir besonders intensive Gefühle hatten. Denn Gefühle helfen bei der Gedächtnisabspeicherung (zu intensive Gefühle hindern aber wiederum die Speicherung).

Wenn wir vielleicht bloß gestellt wurden und uns geschämt haben oder wenn jemand mit uns geschimpft hat oder uns gar beschimpft hat. An solche Situationen erinnert man sich noch Jahrzehnte später.
Wenn wir nun Zeit mit unseren Kindern verbringen und gestresst sind, dann kann es passieren, dass wir ganz anders reagieren als wir wollten. Hast Du Dich selbst schon mal dabei ertappt, so zu meckern wie Deine Mutter? Oder eine Drohung auszusprechen, die Du schon als Kind blöd fandest und eigentlich nie verwenden wolltest.

Gleich erfährst Du, warum uns sowas passiert.

 

Unter „Autopilot“ kommen früher erlebte Verhaltensmuster aus der eigenen Kindheit hervor

Wenn wir unter Stress stehen, dann möchte unser Gehirn uns helfen, indem es für uns die Kontrolle übernimmt. Damit meine ich, dass unbewusste Protesse die Führung übernehmen. Früher (mit gefährlichen Tieren und ohne richtige Häuser) war es notwendig, bei Gefahr schnell zu reagieren. Denn wenn der Säbelzahntiger nahte, war keine Zeit übrig zum Denken oder Planen. Da musste schnell reagiert werden. Daher werden unter Stress die Hirnareale runter geregelt, die fürs Denken, Planen und Problemlösen zuständig sind (vor allem im Frontalkortex, ganz vorn im Gehirn gelegen). Dadurch können wir wie „unter Autopilot“ handeln, viel schneller und für uns energiesparender. Dafür aber mit Tunnelblick, so dass wir nur noch die Gefahr wahrnehmen und uns ganz darauf konzentrieren können.

Aber woher weiß der „Autopilot“*, wie er handeln soll? 

Dazu kann auf gespeicherte Verhaltensmuster aus unseren Erinnerungen zurück gegriffen werden.

Hier ein Beispiel dafür: Wenn ein Steinzeitkind öfter erlebt hatte, wie sich die Eltern dem Säbelzahntiger gegenüber verhielten, dann reagierte es später automatisch ohne nachzudenken genau so, um sich zu retten.

Auch ohne Säbelzahntiger reagieren wir heute noch unter Stress so, wie wir es bei unseren Eltern oder Bezugspersonen immer wieder beobachtet und mit ihnen erlebt haben.

Daher kommt es, dass wir plötzlich beim Schimpfen genauso klingen wie unsere Eltern früher. Obwohl wir uns vorgenommen hatten, ganz anders zu reagieren als sie. Und so passiert es, dass wir unter Stress Drohungen ausstoßen, die wir von ihnen gehört haben („sonst geh ich ohne Dich!“), auch wenn wir sie selbst nie verwenden wollten.

Ganz schön entmutigend, so ein nicht bestellter Autopilot, der unsere Reaktionen bestimmt, oder?

Aber wir sind ihm nicht einfach ausgeliefert, wir bleiben trotzdem Gestalter unseres Lebens.

Wenn wir uns der automatischen Reaktionen bewusst werden und ihnen etwas entgegen stellen.

 

Was wir dagegen tun können

Ein erster Schritt ist die Erkenntnis, dass es sich um Verhaltensmuster aus unserer Kindheit handelt. Möchten wir diese Verhaltensmuster in Zukunft nicht mehr verwenden, dann müssen wir dem „Autopiloten“ etwas entgegen setzen.

Dazu müssen wir erst mal im entsprechenden Moment erkennen, dass wir gerade „automatisch“ reagieren, so wie wir es nicht wollten. Nun müssen wir das Verhalten stoppen und mit einem von uns erwünschten Verhalten ersetzen. So lange, bis das neue Verhalten zu unserem neuen Verhaltensmuster wird.

Im Gefühlskurs lernst Du, wie genau das geht: der Umgang mit unseren aufkommenden unangenehmen Gefühlen. Falls Du in Zukunft souveräner reagieren möchtest bei Wut, Angst, Frustration, Traurigkeit und Eifersucht und erfahren möchtest, wie Du Deinem Kind dabei jeweils am besten helfen kannst (vom Säugling bis zum Teenager), dann wäre mein großer Gefühlskurs perfekt für Dich. Anhand des 4-Schritte-Plans entwickelst Du jeweils für euch (je nach Alter Deines Kindes und nach Gefühl) die für euch passende Strategie zur Gefühlsverarbeitung.
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Alles Liebe!

Daniela

 

* Es gibt natürlich keine „Autopilot-Instanz“ im Gehirn, das „automatische“ Verhalten entsteht durch die Interaktion verschiedener Hirnareale miteinander.

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