Welche Aufgaben Deine Kinder im Haushalt erledigen können – je nach Alter

Altersangepasste Aufgaben für Kinder im Haushalt für Familien

Pflichten und Tätigkeiten, die Deine Kinder je nach Alter im Haushalt übernehmen können

 

Deine Kinder helfen auch im Haushalt mit oder sollen es tun? Dann findest Du hier mögliche Tätigkeiten, mit denen sie das Mithelfen üben können. Und bei denen sie Dich dann zunehmend unterstützen können. Je nach ihrem Alter oder Entwicklungsstand kann Dein Kind einige Aufgaben eventuell schon früher erledigen oder erst später.

Warum es für Kinder und ihre Entwicklung so wichtig ist, regelmäßig im Haushalt mitzuhelfen, erfährst Du hier: Wie Du Deine Kinder erfolgreicher machst und Dich gleichzeitig entlastest.
Die Kinder wachsen mit ihren Aufgaben und bei der Erledigung werden ganz von allein viele fürs Leben sehr wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert, die ihren sogar zu größerem Erfolg im Leben verhelfen.

Aufgrund der Kommentare unten weise ich darauf hin, dass es sich hier um eine reine Auflistung an möglichen Tätigkeiten handelt. Kein Kind sollte alle dieser Tätigkeiten gleichzeitig oder regelmäßig ausführen müssen.

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Achtung! Ich gebe hier immer eher das Anfangsalter an und gehe von unseren Erfahrungen aus.

Außerdem beschreibe ich hier wirklich nur Haushaltstätigkeiten, die Kinder in einem bestimmten Alter ausführen können. Es geht hier nicht um eine Auflistung von Dingen, die ein Kind in dem Alter können sollte. Und es geht nicht um die Bereiche Selbständigkeit/ Körperhygiene (selbst anziehen, waschen, Fingernägel schneiden usw.).

Unsere Mädels sind recht vernünftig, z.B. mit dem Bügeleisen oder bei anderen nicht ganz ungefährlichen Tätigkeiten. Du kennst Dein Kind am besten und kannst je nach Temperament und aktuellem Entwicklungsstand einschätzen, ob es etwas noch gar nicht kann oder etwas noch zu gefährlich ist.

Aber manchmal ist es einen Versuch wert, vielleicht wirst Du ja mit einer erledigten Aufgabe und einem stolzen Kind überrascht?!

 

Achtung! Aufgrund der Kommentare unten möchte ich noch ergänzen, dass die Kinder natürlich nicht pro Alter alle genannten Aufgaben gleichzeitig ausführen sollen. Oder gar noch alle Aufgaben der unteren Altersstufen dazu. Sondern jeweils pro Woche nur eine auf ihre Entwicklungsstufe angepasste Anzahl an Aufgaben (z.B. 1-2 Aufgaben bei kleinen Kindern und 4-5 bei Schulkindern oder so, je nachdem wie zeitaufwändig die Aufgaben sind).

 

Infografik zu Aufgaben, Tätigkeiten und Pflichten im Haushalt je nach Alter
Infografik welche Aufgaben Dein Kind im Haushalt in welchem Alter übernehmen kann

 

Aufgaben ab einem Jahr

  • Spielzeuge weg räumen (z.B. in eine Box werfen)
  • Wenn sie stehen können: Besteckkorb der Spülmaschine ausräumen (vorher natürlich die scharfen Messer schnell raus nehmen, falls welche drin sind). Unsere 1,5-Jährige liebt das seit Monaten und gibt uns dann immer ein Teil nach dem anderen an, so übt sich auch die Benennung der einzelnen Besteckteile ganz von allein nebenher…)
  • Nachwischen, wenn etwas verschüttet wurde (z.B. mit einem Geschirrhandtuch trocken wischen nachdem etwas aufgewischt wurde)
  • Wenn sie laufen können: eigenes Geschirr zum Tisch bringen. In dem Alter hatten unsere Kinder Melamingeschirr. Leider geht das auch kaputt, wenn es runter fällt. Aber auch das muss ja mit der Zeit gelernt werden, dass Sachen kaputt gehen, wenn sie runter fallen. Verletzt hat sich bei uns noch niemand daran.
  • Windeln nach dem Wickeln in den Windeleimer bringen
  • Wäsche in den Wäschekorb werfen
  • Etwas anreichen (z.B. Kartoffeln zum Schälen)
  • Mit Unterstützung etwas irgendwo rein oder drauf tun oder schütten (z.B. Kroketten auf ein Backblech legen, Tiefkühl-Gemüse in einen Topf)
  • Mithelfen die Wäsche aus der Waschmaschine in den Trockner zu räumen (kleinere Teile)
  • Größere Teile mit dem Kehrbesen aufs Kehrblech fegen

 

Aufgaben ab 2 Jahren

  • Tisch decken und abräumen helfen
  • Sockenpaare suchen
  • Mithelfen, die Wäsche nach Farben zu sortieren
  • Erreichbare Fenster mit putzen (mit Lappen und Wasser)
  • Mithelfen beim Staub putzen an erreichbaren Stellen
  • Spielsachen aufräumen
  • Etwas zusammenfegen
  • Leichte Dinge anreichen (z.B. beim oder nach dem Einkauf).

 

Aufgaben ab 3 Jahren

  • Einfache Teile der Wäsche zusammenlegen (Geschirrhandtücher, eigene Hosen und Unterhosen, Socken…)
  • Handtücher in die Wäsche bringen und neue hin hängen
  • Mithelfen beim Kochen (rein schütten, Mixer halten, Weiches schneiden)
  • Etwas abtrocknen

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Aufgaben ab 4/5 Jahren

  • Staub saugen
  • Fußleisten abstauben
  • Wäsche zusammenlegen (schwierigere Teile)
  • Wäsche in eigenen Schrank räumen
  • Dusche, Badewanne und Waschbecken putzen
  • Beim Kochen mehr mithelfen (Kartoffeln schälen, Eier aufschlagen)
  • Geschirrspüler allein ausräumen (Sachen, die in obere Schränke müssen werden dabei einfach auf die Arbeitsplatte gestellt)
  • Erreichbare Fenster putzen
  • Im Laden nach etwas suchen und es zum Einkaufswagen bringen
  • Tisch mit Lappen abwischen
  • Blumen gießen
  • Toilettenpapier ersetzen
  • Ein einfaches Frühstück selbst zubereiten (Müsli, Brot schmieren)
  • Ein Tier (mit) versorgen (natürlich in dem Alter noch nicht komplett eigenverantwortlich!)
  • Müll raus bringen (Kompost / Abfalleimer, sobald das Kind gut genug dran kommt)

 

Aufgaben ab 6/7 Jahren

  • Boden wischen
  • Waschmaschine und Trockner selbständig bedienen
  • Toilette putzen *
  • Geschirr abwaschen
  • Etwas Einfaches alleine kochen/backen
  • Müll raus bringen
  • Betten abziehen
  • Einkaufszettel schreiben
  • Alleine etwas einkaufen (z.B. Brötchen, Milch)
  • Gemüse putzen und schneiden
  • Post rein holen

* Aufgrund der Kommentare füge ich hier nochmal unser Vorgehen beim Erlernen des Toiletten-Putzvorgangs ein: bei den ersten Malen hatte ich die Toilette selbst vorgeputzt (ohne dass sie es wussten) und ihnen Schritt für Schritt erklärt, wie sie dabei vorgehen. Sie verwenden für die Toiletten selbstverständlich andere Schwämme als für den Rest des Bades, natürliche Putzmittel (eine selbst gemachte Mischung mit ätherischen Ölen), umarmen die Toilette beim Putzen nicht (oder Ähnliches) und waschen sich danach die Hände.

 

Aufgaben ab 8/9 Jahren

  • Betten beziehen (brauchen sie evtl. auch auf Klassenfahrt!)
  • Aus einem Kochbuch selbständig etwas kochen oder backen (überlegen was gebraucht wird, es aufschreiben, kaufen und kochen)
  • Bügeln
  • Knopf annähen
  • Auto waschen
  • Fenster putzen
  • Eigenes Frühstück morgens selbst fertig machen

 

Aufgaben ab 10/11 Jahren

  • Selbständig einen kompletten Ablauf übernehmen (Wäsche waschen, trocken, zusammen legen)
  • Ein Essen kochen mit Planung, Einkauf und Kochen

 

Aufgaben ab 12/13 Jahren

  • Rasen mähen
  • Etwas reinigen, was nicht so oft gereinigt wird (Ofen, auf den Schränken…)
  • Tiefkühler abtauen und säubern

 

Fallen Dir noch Aufgaben ein? Dann lass es mich gerne wissen und ich ergänze die Liste. Schreib mir eine Mail oder hinterlasse hier einen Kommentar dazu.

Möchtest Du wissen, wie Du Dein Kind fördern kannst oder ihm Werte beibringst?

Dann findest Du hier eine Übersicht über meine bisherigen Beiträge: Beitragsübersicht – such Dir aus, was Du lesen möchtest!

 

Alles Liebe!

Daniela

 

Falls Dich interessiert, wie Du Deine Kinder nun noch dazu bekommst, die Aufgaben auch zu erledigen, dann findest Du hier den richtigen Artikel für Dich. Mit psychologischen Tricks wie dem Batman-Effekt: Wie Du den richtigen Putzplan erstellst und Deine Kinder zum Helfen motivierst!

 

Oder möchtest Du dafür sorgen, dass Deine Kinder gerne lernen statt zu Lernvermeidern zu werden? Dann findest Du hier die Anregungen, wie Du das dynamische Selbstbild bei ihnen fördern kannst (mit Motivationskarten für meine Newsletter-Abonnenten).

71 Kommentare zu „Welche Aufgaben Deine Kinder im Haushalt erledigen können – je nach Alter“

  1. Pingback: Wie Dein Kind lernt, sein Zimmer selbständig aufzuräumen - je nach Alter

    1. Daniela Galashan

      Liebe Alexandra,
      ich habe mir das ausgedacht.
      Basierend auf meiner Erfahrung mit meinen drei Kindern und aufgrund der Fachkenntnisse, die ich aus meiner psychologischen und neurowissenschaftlicher Ausbildung habe.
      Was genau findest du denn daran unrealistisch?
      Ich habe ja klar angegeben, dass es sich jeweils um das Anfangsalter handelt, in dem Kinder die Aufgaben ausführen können und zumindest bei unseren dreien kommt das so hin.
      Wenn du genauer ausführen könntest, was Du daran als unrealistisch empfindest, dann könnte ich das vielleicht im Artikel klar stellen.
      Alles Liebe!
      Daniela

      1. Vielen Dank für dieses Beitrag. Ich habe mich immer gefragt, ob ich von meiner 4 Jährigen Tochter nicht zu viel verlange. Oft hatte ich schuldgefühle,
        fühlte mich wie eine faule Rabenmutter. Jetzt geht es mir definitiv besser. Und ich bin stolz dass meine Tochter Spaß dran hat mir zu helfen. Manchmal möchte sie es nicht, dann ist es aber auch OK.

        1. Daniela Galashan

          Liebe Ebru,

          gerne! Es freut mich, dass Dir der Beitrag hilft!
          Da kannst Du wirklich stolz auf Deine Tochter sein!
          Und sie wird es im Leben dadurch einfacher haben, weil sie schon so viel „nebenher“ gelernt hat, das ihr dann viel einfacher von der Hand geht.

          Alles Liebe!
          Daniela

  2. Ich musste doch sehr schmunzeln, dass Kinder in so jungen Jahren sich als Frankenstein versuchen könnten.

    Allerdings meintest du bestimmt, dass sie einen Knopf und nicht einen Kopf annähen könnten? ;D

    Lieben Dank für die Anregungen aus eurem Alltag.

  3. Daniela Galashan

    Ha, Eva, da musste ich nun auch schmunzeln! Und hab es schnell korrigiert, wir bleiben auf jeden Fall lieber bei Knöpfen als bei Köpfen.
    Vielen lieben Dank für den Hinweis!
    Es freut mich, wenn meine Artikel weiter helfen können!

  4. Sandra Schiller

    Sorry, aber das geht ja mal gar nicht. Absolut grenzwertige Vorschläge.
    Ich frage mich, wo Sie diese Ausbildung gemacht haben?!
    Wenn ich mein 6jähriges Kind das WC putzen lasse habe ich morgen – zu recht – das Jugendamt vor der Türe stehen!!
    Unfassbare Vorschläge.

    1. Also mir als Kind damals hat es extrem weiter geholfen. Ich konnte mit 14 schon selbstständig den Haushalt führen und als Kind freut man sich dass man Mama hilft und dafür gelobt wird. Netter Nebeneffekt ist dass man aufs Leben nach Hotel Mama vorbereitet ist. Finde das eine super Idee.

      1. Daniela Galashan

        Liebe Maria!

        Wow, da warst du ja toll selbständig schon als Kind! Ich bin mir sicher, dass dir dann später im eigenen Haushalt vieles leicht gefallen ist.
        Es freut mich, dass dir der Beitrag gefällt!

        Alles Liebe!
        Daniela

  5. Daniela Galashan

    Liebe Sandra Schiller,

    Ich habe keine Ausbildung, sondern ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Psychologie-Diplom) sowie eine abgeschlossene naturwissenschaftliche Doktorarbeit (Fachbereich Biologie). Unsere Kinder wachsen nicht keimfrei auf, denn zu viele Studien zeigen, wie fatal sich das auf das Immunsystem auswirkt (siehe https://www.bunte.de/family/kinder-schule/gesunde-kinder/immunsystem-staerken-darum-ist-schmutz-gut-fuer-kinder.html, Fachliteratur dazu kann ich gerne auf Anfrage mailen).
    In unserem Haushalt leben 5 Personen, die hauptsächlich die Toiletten benutzen. Selbstverständlich putzt ein Erwachsener die Toilette, falls jemand Magen-Darm hatte, aber das haben wir auffallend selten und wenn es einer hat, dann stecken sich die anderen üblicherweise nicht an. Bei solchen Fällen ist eine vermehrte Hygiene selbstverständlich, gerade nach dem Toilettengang.
    Ich sollte wohl noch konkretisieren, wie ich unseren Kindern gerade das Toilette putzen beigebracht habe: bei den ersten Malen hatte ich die Toilette selbst vorgeputzt (ohne dass sie es wussten) und es ihnen Schritt für Schritt erklärt, wie sie dabei vorgehen. Sie verwenden für die Toiletten selbstverständlich andere Schwämme als für den Rest des Bades, natürliche Putzmittel (eine selbst gemachte Mischung mit ätherischen Ölen), sie umarmen die Toilette beim Putzen nicht (oder Ähnliches) und waschen sich danach die Hände.
    Mit Sicht auf die häufig übertriebene, dem Immunsystem schadende, Hygiene, finde ich es interessant, dass das Putzen der Toilette hier so dargestellt wird, als würde ich meine Kinder irgendeinem Risiko aussetzen oder ihnen gar etwas antun (Drohung mit dem Jugendamt, das sich sicher mit relevanteren Problematiken auseinander setzt).
    Da unsere Kinder üblicherweise eher selten krank sind (trotz Viren-Einschleppung gleichzeitig aus der Krippe, dem Kindergarten, der Schule und von 2 Arbeitsstellen), sich die Fachliteratur gegen übertriebene Hygiene ausspricht und ich meine Kinder zur Eigenständigkeit erziehen möchte, sehe ich für uns keinen Änderungsbedarf.
    Mein Ziel ist es, dass meine Kinder wissen, wie sie effektiv mit Keimen umzugehen haben, anstatt Ihnen übertriebenen Ekel oder gar Panik davor einzureden. Ich schreibe ja niemandem vor, dass 6-Jährige die Toilette zu putzen haben. Wie beschrieben kann jeder aus dem Artikel das ziehen, was zu ihm und seinen Kindern (deren Entwicklungsstand) passt.
    Aber vielen Dank für den Hinweis, ich werde das Vorgehen beim Toilette putzen noch oben ergänzen, auch wenn ich davon ausging, dass es selbstverständlich ist, dass die Kinder zunächst bei sauberer Toilette angelernt werden bis sie es gut genug selbst können.

  6. Daniela Galashan

    Liebe Yvonne,

    Kinder dürfen Kinder sein, auf jeden Fall!
    Sie dürfen und sollen lernen und sich entwickeln! Und wissen, dass wir ihnen etwas zutrauen. Und sich als selbstwirksam erleben dürfen, als jemand der in einem Rahmen auch Verantwortung übernehmen darf und etwas zur Familie beiträgt.
    Ich empfehle Dir diesen Artikel: https://liebeundhirn.de/haushalt/
    Dort kannst Du sehen, wie positiv die Auswirkungen von übernommenen Aufgaben im Haushalt für Kinder bis hin ins Erwachsenenalter sind.
    Man möchte den Kindern ja ungern etwas vorenthalten, das ihre Entwicklung fördert und zu weiterem Erfolg im Erwachsenleben sowie zu positiven Charaktereigenschaften beiträgt, denke ich.

    Selbstverständlich übernehmen die Kinder jeweils pro Woche nur eine auf ihre Entwicklungsstufe angepasste Anzahl an Aufgaben (z.B. 1-2 Aufgaben bei kleinen Kindern und 4-5 bei Schulkindern oder so, je nachdem wie zeitaufwändig die Aufgaben sind). Das werde ich oben noch ergänzen, daher danke für die Anregung.

  7. Liebe Daniela,

    vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag einer Schweizer Mutter gelesen, die Homeschooling praktiziert – in der Schweiz ist das in einigen Kantonen möglich. Sie und ihr Mann fanden, dass auch das Erlernen von Eigenständigkeit im Leben zum Unterricht gehört. Entsprechend kochte jedes ihrer Kinder ab einem bestimmten Alter einmal die Woche samt vorherigen Einkauf. Also ähnlich Deines Vorschlags.
    In der Krippe werden die Kleinen ja auch bereits angehalten, mit Hilfe von Erwachsenen aufzuräumen oder ihr Essgeschirr auf den Tisch zu stellen und später abzudecken. Unser Kleiner (2,5) hilft mir bereits jetzt schon gerne beim Kochen, auch wenn er mehr vom „geschnittenen“ (es ist ein Kindermesser, das mehr quetscht) isst, als dass es tatsächlich im Topf landet.
    Für ihn ist das ein Spiel, dass er mit Mama machen darf.
    Beim Spülmaschine ausräumen mit 4/5 musste ich allerdings schmunzeln . Ihr habt wohl keine Hängeschränke? Also Teller reicht mir der Meinige bereits seit über einem halben Jahr an – ich muss nur sehr schnell bei Porzellan/Glas reagieren, damit es nicht doch auf den Boden fällt. Er ist stolz darauf schon helfen zu können und ich freue mich, dass er es macht. Da muss man schon einmal kleine Verluste in Kauf nehmen. Wenn ich es ihm jetzt verbiete, wie soll ich dann spätestens argumentieren, wenn er es machen soll?!
    Vielleicht stimme ich mit einigen Altersangaben nicht ganz so überein, aber wie Du bereits geschrieben hast, es sind „ab-Angaben“. Zumal ich in einigen Jahren ersteinmal sehen möchte, wie die schulische Belastung ausfällt und dass Helfen auch hiervon abhängig machen werde. Wobei ich dennoch dafür bin, meinem Kind nebenbei zumindest beizubringen, wie man Wäsche wäscht und sich Grundversorgt. Es kann ja einmal sein, dass Mama/Papa ausfällt (Krankenhausaufenthalt, beruflich unterwegs etc.).

    Gruß, Sunny

  8. Daniela Galashan

    Liebe Sunny,

    das klingt interessant mit dem Homeschooling! Ist hier in Deutschland soweit ich weiß aber leider nicht machbar.
    Das ist ja eine gute Idee z.B. für die Ferien, dass jeder mal kocht! Unsere Großen (6 und 9 Jahre) machen auch gern allein aus ihrem Kinderkochbuch etwas, meist backen sie dann aber lieber. Muffins sind z.B. sehr beliebt und die sind ja wirklich leicht zuzubereiten.

    Für das Mithelfen beim Spülmaschine ausräumen hatten wir extra unsere Schrankordnung etwas umorganisiert als die Große ca. 4 Jahre alt war, quasi im Sinne von Montessori, damit sie es selbst tun kann. Wir haben die Teller, Tassen und Gläser nun in ausziehbaren Schrankfächern (solche Schubladen, die man ganz ausziehen kann) unten in ihrer Reichweite gelagert. Falls etwas nicht unten rein kommt, dann stellen sie es auf die Arbeitsplatte und wir räumen es weg.

    Das ist toll, wie Dein Kleiner mithilft und sogar schon „schneidet“! Gerade bei den Kleinen sieht man immer schön, wie stolz die Kinder dabei sind und wie gut es ihrem Selbstwertgefühl tut.
    Ja, kleine Verluste kommen leider vor. Seit unsere Kleine ihr Schälchen immer tragen möchte wissen wir nun auch, dass Melamin-Geschirr nicht so haltbar ist wie wir dachten… Aber wie soll sie es sonst lernen. Nun ist sie motiviert und hat Freude daran, da wäre es schade, das nicht zu nutzen.

    Genau, wenn die Kinder auch mal was übernehmen können, wenn Eltern krank sind, dann ist das wirklich Gold wert – für beide Seiten! Mein Mann und ich hatten vor 2 Jahren gleichzeitig die Grippe und waren eine Woche lang richtig ausgeknockt. Da waren wir unglaublich froh, dass die beiden Großen (die Kleine war da noch im Bauch) sich allein Nudeln kochen, Brot schneiden und schmieren und Müsli machen konnten. Weil wir teilweise wirklich nicht mal aufstehen konnten und keine Verwandten in der Nähe hatten. Da haben sich die beiden Großen als Team zusammen getan und uns wirklich unterstützt, das war auch für sie eine hilfreiche Erfahrung, denke ich. Und die konnten sie mit ihrer Vorerfahrung dann auch gut meistern ohne überfordert zu sein.

    Vielen lieben Dank für Deinen interessanten Beitrag, Sunny!
    „Ferienkochen im Wechsel“ werden wir im Sommer bestimmt mal ausprobieren!
    Alles Liebe!
    Daniela

  9. Danke für den tollen Beitrag, eine solche Liste finde ich sehr gut. Ich bin sehr dankbar, dass mein Sohn (5) recht viel im Haushalt mitmachen kann. Zum einen lernt er dadurch, dass er, auch wenn er erst 5 Jahre alt ist, schon ganz viel kann, was ihn sehr stolz macht. Er macht das, was er kann und wird natürlich entsprechend gelobt. Zum anderen ist er für mich eine Entlastung. Außerdem hilft es ihm in seiner kognitiven /motorischen Entwicklung, im Haushalt mit anzupacken. Er lernt zudem, dass er Teil eines großen Ganzen ist und dass seine Arbeit wertgeschätzt wird. Er wird dadurch auch zur Selbstständigkeit erzogen und wird im späteren Leben definitiv davon profitieren.
    Es ist ja keine Liste zum Abhaken, mit Dingen, die ein Kind im Alter X unbedingt können muss. Gerade wenn jemand krank ist, ist es ganz hervorragend, wenn man ein kleines Helferlein hat, dass Spaß daran hat, die Familie zu unterstützen.
    Vielen Dank nochmal!
    Liebe Grüße aus Dresden
    Rabenaura

  10. Danke für die Liste. Unser Jähriger kann und macht das auch schon. coole ldee mit der Aufzählung. Merci
    Lg Edith

  11. Daniela Galashan

    Liebe Rabenaura,
    liebe Edith,

    gerne!
    Euch vielen lieben Dank für eure motivierenden Beiträge!
    Wie schön, dass eure Kinder auch schon fleißig mithelfen! Ich drück euch die Daumen, dass das noch möglichst lange anhält! Und falls die Motivation nachlässt, dann sind sie es immerhin inzwischen gewöhnt oder ihr könnt sie mit den Tricks aus diesem Beitrag motivieren: https://liebeundhirn.de/putzplan/
    Alles Liebe!
    Daniela

  12. Kinder brauchen Aufgaben. Vielleicht nicht alle der Aufgelisteten, aber mein 8jähriger muss im Haushalt auch mithelfen und sich um sein Zimmer und sein Bett kümmern. Dass er mal etwas unter Aufsicht kocht, ist eine tolle Idee! Mein anderthalb Järiger liebt es auch das Besteck oder die Wäsche zum Aufhängen zu reichen. Es sind ein paar gute Ideen dabei, was man seinen Kindern evtl schon zumuten kann. Schließlich ist ja kein Zwang hinter absolut allen Aufgaben

    1. Daniela Galashan

      Liebe Melanie,
      auf keinen Fall ist das als Zwang gedacht!
      Sondern als Anregung, welche Aufgaben man einen Kind je nach Alter schon zutrauen kann.
      Vielleicht wird man ja positiv überrascht, wenn man es mal ausprobiert, auch wenn man dachte, das Kind kann etwas noch nicht. Das gibt dem Kind dann einen Schub fürs Selbstvertrauen. Weil ihm etwas zugetraut wurde und es zeigen konnte, dass es das schon kann.

      Dann wünsche ich euch ein leckeres Gericht, da wird dein Großer bestimmt stolz drauf sein!
      Alles Liebe!
      Daniela

  13. Ganz gleich wie fundiert Ihre Ausbildung sein mag, diese Liste finde ich grenzwertig und bin sowohl froh, dass meine Eltern mich nicht so erzogen haben, als auch, dass ich selbst meine Kinder so nicht erziehen werde. Ein Kind sollte Kind sein, kein Putzmädchen. (Womit ich nicht bestreiten möchte, dass ein Kind ab und an helfen darf.)

    1. Daniela Galashan

      Auch unsere Kinder sind auf keinen Fall Putzmädchen. Warum auch, es geht hier um ein paar Minuten mithelfen am Tag.
      Ich hatte ja schon geschrieben, dass es hier um eine Auflistung geht, aus der man einzelne Ausgaben auswählen sollte. Was an einer Liste zum Auswählen grenzwertig sein sollte, weiß ich nicht. Kein Kind sollte alle Aufgaben einer Altersstufe gleichzeitig oder innerhalb einer bestimmten Zeit durchführen müssen. Aber wenn sie groß sind, müssen sie ja irgendwie in der Lage sein, diese Aufgaben auszuführen.

      Lernen die Kinder z.B. von klein auf, wie sie ihr Zimmer selbständig aufräumen (siehe Wie dein Kind lernt, selbständig sein Zimmer aufzuräumen), dann benötigen sie dazu nicht viel Zeit.

      Unabhängig von meiner Qualifikation ist es ein Fakt, dass viele Studien vielfältige positive Effekte des Mithelfens für die Kinder zeigen (siehe Wie Du Deine Kinder erfolgreicher machst).
      Viele Eltern möchten ihre Kinder bestmöglich fördern. Sie möchten selbstbewusste, eigenständige und erfolgreiche Erwachsene heranziehen und erreichen, dass sich ihre Kinder zur Familie zugehörig fühlen.
      Um diese Ziele zu erreichen kann das Mithelfen im Haushalt ein wunderbar einfaches Mittel sein, denn es fördert diese ganzen Aspekte, wie viele wissenschaftliche Studien zeigen.
      Diese Studien konnten auch Langzeiteffekte messen. Und fanden z.B., dass Kinder, die bis zum Jugendalter keine regelmäßigen Aufgaben im Haushalt übernehmen mussten, später auch beruflich weniger erfolgreich waren als Kinder, die nicht regelmäßig im Haushalt mithelfen mussten.

      Für mich ist aufgrund der wissenschaftlichen Studienlage klar, dass ich meinen Kindern diese positiven Effekte nicht vorenthalten möchte. Vielleicht sind die Studien einigen Eltern nicht bekannt, daher möchte ich mit meinem Blog gerne über solche Aspekte informieren.
      Mit dem Wissen über die positiven Effekte des Mithelfens im Haushalt kann jeder Elternteil selbst entscheiden, was ihm für seine Kinder wichtig ist.
      Wer dabei Tricks benötigt zur Motivation der Kinder beim Mithelfen im Haushalt, der findet sie hier: Wie Du deine Kinder zum Mithelfen motivierst.

      Alles Liebe!
      Daniela

  14. Ich bin Pädagogin. Und auch eine strenge Mama, die Selbstständigkeit immer fördert. Aber die oben genannten Aufgaben sollten zu 80% nur auf freiwilliger Basis oder ab und an von Kindern erfüllt werden.Alles andere nimmt ihnen Raum für Entscheidungen und überfordert ihre Kapazitäten.

    1. Daniela Galashan

      Liebe Yvonne,

      es geht hier – wie schon öfter geschrieben – lediglich um eine Liste mit Anregungen, welche Aufgaben Kinder grundsätzlich ab welchem Alter ausführen könnten. Zur Variation und Abwechslung im Haushaltsplan und falls man sich mal fragt, welche Tätigkeiten das eigene Kind vielleicht eigentlich könnte, aber noch nie ausgeführt hat.

      Wie Du auf die 80%-Angabe kommst, interessiert mich als Wissenschaftlerin sehr und wo bei einer Liste der Raum für Entscheidungen abgenommen wird, kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht könntest Du das näher ausführen?
      Womit das Kind überfordert sein sollte, wenn man als Eltern aus einer Auswahl-Liste Tätigkeiten aussucht und es einige davon ausführen lässt, weiß ich leider auch nicht.
      Ich hatte vorgestern zufällig erfahren, dass ein Kindergartenfreund unserer Mittleren (6 Jahre alt) regelmäßig begeistert zu Hause den kompletten Rasen mäht… Warum nicht? Die Altersangaben sind immer individuell zu verstehen, wie schon mehrfach erwähnt. Da kommt es auf den Entwicklungsstand und das Verhalten des Kindes an (sorgsamer Umgang mit technischen Geräten…).

  15. Hallo Daniela,
    durch Zufall bin ich auf diese Seite gestoßen. Ich bin selbst Mutter von 2 Söhnen(5 und 2). Und ich versuche sie ganz selbstverständlich in die Aufgabenverteilung im Haushalt mit einzubeziehen. Die Punkte aus Deiner Liste kann ich total bestätigen.
    Ich kann die negativen Kommentare überhaupt nicht nachvollziehen.
    Liebe Grüsse Annett

    1. Daniela Galashan

      Liebe Annett,

      vielen lieben Dank für die ermutigenden Worte!
      Da erwähnst du einen wichtigen Aspekt: sie selbstverständlich mit einbeziehen! Das sorgt dafür, dass sie da hinein wachsen, dass eben jeder was zum Haushalt beiträgt.
      Alles Gute für euch!
      Daniela

  16. Mein Sohn hat schon mit zwei mitgekocht und zum Beispiel umgerührt oder Pilze „gedchnitten“. Einfache Wäsche zusammenlegen kann er auch mit drei nicht. Aber das kommt. Ich biete ihm immer an das er helfen kann. Saugen liebt er. Finde die Anregungen gut und man selbst ist ja dann der Experte für sein Kind.

    1. Daniela Galashan

      Liebe Susanne,

      das ist schön, dass Dein Sohn mithelfen darf!
      Vielleicht kann er schon Unterhosen in der Hälfte falten oder Geschirrhandtücher? Da die Kinder-T-Shirts bei uns gut in den Schrank passen, wenn sie nur in der Hälfte gefaltet sind, ging das auch im kleinen Alter schon schnell ganz gut. Das waren bei unseren Kinder glaub ich die ersten Dinge, die sie zusammenlegen konnten. Und das „Zusammenknuddeln“ von Socken haben sie auch relativ bald gelernt. Aber nur keinen Stress, lernen wird er es ganz sicher, wenn er bei Dir dabei sein darf und immer mehr mitmacht.
      Das stimmt absolut, jeder sollte sein Kind selbst so einschätzen können, dass er weiß, was es schon tun könnte.

      Alles Liebe für euch!
      Daniela

    1. Daniela Galashan

      Liebe(r) Lucky,

      wie schade! Warum denn nicht?
      In den Kindergärten lernen die Kinder schon das Schneiden von Obst und Gemüse, in vielen Grundschulen gibt es Kochkurse oder Koch-AGs, die bei Jungs und Mädchen sehr beliebt sind. In Schulen und Kindergärten habe ich schon gehört, dass sie sich darüber beschweren, dass es immer mehr Kinder gibt, die solche Basis-Fertigkeiten wie Schneiden oder ein Ei aufschlagen nicht mehr zu Hause lernen. Wo sie es eigentlich sollten.
      Wenn ein Kind die Eltern von Anfang an beim Kochen begleiten darf, dann wird es üblicherweise im Grundschulalter so weit sein, selbständig etwas einfaches kochen zu können (Nudeln kochen, Rührei machen…).
      Natürlich muss man da auf das eigene Kind schauen, wenn es nicht vorsichtig genug mit dem Herd oder Ofen umgehen würde, dann kann man ja begleitend dabei sein in den „heißen“ Phasen. Aber je öfter ein Kind die Gelegenheit zum Helfen in der Küche hat, desto früher werden ihm die Abläufe so geläufig sein, dass es sie auch allein ausführen kann (oder Teile davon).
      Kann ein Kind gut genug lesen, dann kann es auch fremde Rezepte allein ausprobieren. Unsere Große ist 9 Jahre alt und backt seit Jahren allein (oder zusammen mit Freundinnen oder ihrer nun 6-jährigen Schwester) aus ihrem Kinder-Rezeptbuch. Meist traut sie sich dann noch nicht, das Gebackene am Ende aus dem Ofen zu nehmen, aber da helfe ich natürlich gern.
      Es gibt viele kindgerechte Kochbücher mit wenig Text und vielen Bildern Schritt für Schritt. Damit sich die Kinder ein Rezept selbst „erarbeiten“ können. Unseren Kindern und ihren Freunden macht das immer viel Spaß, wobei sie lieber backen als kochen.
      Zu Ostern hatte unsere Große sich vorgenommen, ihre erste Torte zu backen. Eine Regenbogentorte mit mehreren Böden in unterschiedlichen Farben. Dafür hat sie das Rezept im Internet recherchiert, dann geschaut, was noch gekauft werden muss, die Sachen besorgt und dann hat sie zusammen mit ihrer kleinen Schwester die Torte gebacken.
      Die Altersangabe 10/11 ist meiner Meinung nach also eher noch recht spät anzusiedeln, Kinder können durchaus wesentlich früher schon selbständig kochen.
      Wenn man sie lässt und sie die Abläufe und Tätigkeiten von klein an kennen.
      Wo sonst sollen sie Begriffe wie „Messerspitze“, „abschrecken“, „garen“ (EL= Esslöffel) usw. oder ein Ei sauber aufschlagen lernen, wenn nicht zu Hause? Das saubere Ei aufschlagen geht z.B. auch schon mit 5 Jahren gut, wenn es vorher eine Weile geübt werden durfte.

      Alles Liebe!
      Daniela

  17. Liebe Daniela

    vielen Dank für diesen Beitrag. Ich kann die negativen Kommentare ebenfalls nicht nachvollziehen. Wie oft erlebe ich, dass in Ferienfreizeiten grundlegende Fertigkeiten (wie abwaschen, Betten machen, Kleidung zusammenlegen usw.) den oft schon 10jährigen Kindern von den Betreuern erst beigebracht werden müssen. Liebe Eltern bitte wacht auf, wie sollen sich diese unfähigen Kinder später in der Berufswelt behaupten und Eure Rente sichern? Schon jetzt erlebe ich Azubis die mit Anfang 20 noch bei jedem Schritt angeleitet werden müssen. Jedes mal nehme ich mir sofort vor, das bei meinen eigenen Kindern nicht so weit kommen zu lassen. Und dann geht es halt doch schneller es wieder selbst zu machen und sich das gemaule zu ersparen. Aber heute geht es wirklich los. Ich muss nur noch schnell den Beitrag: „Wie Du deine Kinder zum Mithelfen motivierst.“ lesen. Und wenn alle mithelfen, bleibt mal wieder Zeit für ein schönes Familienspiel.

    Herzliche Grüße
    Susanne

    1. Daniela Galashan

      Liebe Susanne,

      vielen lieben Dank für Deine aufbauenden Worte!
      Da sprichst Du tatsächlich ein Problem an, das ich auch immer stärker wahrnehme: die zunehmende Unselbständigkeit von Kindern.
      Im Schwimmbad war ich damals beim Schwimmkurs der Großen irritiert, dass es Mütter gibt, die ihre Kinder tatsächlich anziehen. Und ja, ich denke auch, dass das diesen Kindern bis ins Erwachsenenalter nachhängt, denn ihnen wurden einfach viele Stunden des Trainings alltäglicher Aufgaben genommen. Die Eltern meinten es vielleicht zu gut und wollten ihnen die Arbeit abnehmen, schlussendlich wurde ihnen aber ihre Selbständigkeit und damit auch ein Stück ihres Selbstwertgefühls genommen.
      Auch ich kenne es, dass man im Alltag dann doch schnell mal das Brot selbst schmiert für ein kleineres Kind. Oder etwas beim Anziehen hilft, damit es schneller geht, obwohl das Kind es schon allein könnte.
      Ich denke, solange man sich dessen bewusst ist und schaut, dass es nicht zu oft vorkommt und die Kinder im Alltag genug Übungsmöglichkeiten haben, ist alles in Ordnung.
      Das stimmt, ist die Arbeit schneller gemeinsam erledigt, dann bleibt mehr Zeit für gemeinsame Spiele und Unternehmungen!

      Alles Liebe!
      Daniela

  18. Nadja Rödder

    Danke für die sinnvolle Auflistung! Gerade die Kommentare zu diesem Artikel zeigen, wie wichtig es ist, allen Eltern klar zu machen, wie viele Bereiche Erziehung abdecken muss. Wir erziehen eine Gesellschaft der Nichtsnutze, wenn Kinder nicht kleinschrittig, liebevoll angeleitet natürlich, lernen dürfen, Verantwortung zu übernehmen und auch unliebsame Arbeiten zu verrichten. Schon jetzt zeigen Studien, dass Auszubildende in sämtlichen Bereichen nicht in der Lage sind, Arbeit zu verrichten: Sie schaffen weder körperlich, noch organisatorisch Notwendiges zu erkennen und zu erledigen. Zudem besitzen ein großer Teil der Jugendlichen nicht die notwendige Frustrationstoleranz, sich überhaupt einer Arbeit dauerhaft zu stellen. Wer Kinder nur selbstbestimmt und lustorientiert fordert, führt sie in ein fremdbestimmte, unglückliche Zukunft.
    Wer einmal beobachten musste, wie Jugendliche und auch schon Kinder in der Schule oder auf sonstigen Veranstaltung mit/über beispielsweise Reinigungspersonal sprechen, dem wird auch ohne wissenschaftliche Studien schnell klar, dass Arbeiten auch selbst verrichtet worden sein müssen, um sie zu wertschätzen.
    Kinder sollten schon wissen, dass sich die Spülmaschine nicht von allein ausräumt und das Klo nachts nicht die Heinzelmännchen putzen.
    Kinder, die liebevoll und spielerisch, mit Lob und Vernunft, lernen Aufgaben zu erledigen, werden auch in der Lage sein, ein glückliches eigenständiges Leben zu führen- das ist unsere Erziehungspflicht!

    1. Daniela Galashan

      Liebe Nadja,

      vielen lieben Dank, da hast Du richtige und so wahre Worte getroffen!
      Ich sehe es auch als unsere Haupt-Aufgabe an, die Kinder in die Lage zu versetzen, ohne uns gut zurecht kommen zu können. Und das können sie nur, wenn sie auch wissen, welche Tätigkeiten nötig sind und wenn sie sie auch selbst durchführen können.
      Dass Reinigungspersonal so abschätzig von Kindern angesehen wird, habe ich auch schon erlebt und mir auch gedacht, dass es anscheinend Kinder sind, die solche Tätigkeiten nicht gut genug kennen, um die Arbeit wert schätzen zu können.

      Alles Liebe!
      Daniela

  19. Ich finde diese Liste sehr interessant. Uns ist es leider nicht vergönnt Kinder zu bekommen. Allerdings habe ich von klein auf im Haushalt mitgeholfen, weil wir (meine Schwester und ich) es mussten. Beide Eltern sind arbeiten gegangen und wir waren Schlüsselkinder ab 6 Jahren. Heute bin ich die „verrückte Tante“, bei der die Kinder von Familie und Freunden nähen lernen und wenn sie bei mir sind, dann dürfen/müssen Sie auch mithelfen, wenn es um Sachen im Haushalt geht (in den Pausen Tisch decken, abräumen, etc.). Erst finden Sie es komisch, wenn sie selber mit der Schere hantieren sollen (mit 10 Jahren!!!), sie können den Stoff nicht selber falten, etc. Ich bin aus Berufsgründen sehr geduldig, aber akribisch. Es muss nicht alles perfekt sein, aber Schludrigkeit finde ich nicht in Ordnung. Zwischendurch kommen die Kinder auch mal an ihre Frustgrenze, nähen ist halt nicht immer einfach. Aber am Ende des ersten alleinigen Besuchs bei mir wird schon nach dem nächsten Besuch gefragt und sie freuen sich. Ich spreche mit Ihnen wie mit einem Erwachsenen und traue ihnen auch was zu, habe aber immer im Blick, wie sie reagieren. Sie finden gerade das gut. Vertrauen, Struktur, Respekt und Zuhören.
    Traut den Kindern mehr zu und oben hat jemand geschrieben, dass auch mal was zu Bruch geht. Das gehört halt dazu. Dann ist man halt demnächst vorsichtiger.

    1. Daniela Galashan

      Liebe Uti,

      es tut mir leid, dass es euch nicht vergönnt war, Kinder zu bekommen.
      Ich finde es aber ganz wunderbar, was Du daraus gemacht hast und musste beim Lesen etwas Schmunzeln, weil ich mir Dich wirklich bildlich als „coole, verrückte Tante“ vorstellen kann, die den Kindern Sachen zeigt und beibringt, dass die Eltern aus dem Staunen nicht heraus kommen!
      Wie schön für die Kinder, die so in den Genuss des Gefühls kommen, dass ihnen etwas zugetraut wird, dass sie Frustrationen mal überstehen müssen und dass dann ein tolles Nähwerk resultiert!
      Ich nähe auch sehr gerne (wenn ich Zeit habe) und meine Große (nun 9) hat auch schon mehrere Nähkurse gemacht und näht auch selbständig mit meiner Maschine. Sie hat sogar vor mir einen Reißverschluss einnähen gelernt, ich nähe noch nicht so lang und hatte mich daran noch nicht getraut… Da war sie natürlich sehr stolz.

      Ich wünsche Dir noch viele schöne Momente mit den Kindern die Du so wunderbar beglücken darfst!
      Alles Liebe!
      Daniela

  20. Tolle Tipps und gut geschrieben.
    Nach dem Lesen mancher Kommentare, weiß ich wenigstens wo die narzisstischen und lebensunfähigen jungen Erwachsene herkommen 😉

    1. Daniela Galashan

      Liebe Mona,

      vielen lieben Dank für die Rückmeldung!
      Ich hoffe, dass es immer mehr Eltern gibt, die den Trend, Kinder zur Lebensunfähigkeit zu erziehen, nicht mitmachen.

      Alles Liebe!
      Daniela

  21. Hallo,
    Ich finde deinen Beitrag super.
    Kinder müssen lernen um später selbstständig zu sein.
    Und leider müssen sie auch lernen das es nicht nur Aufgaben gibt die Spaß machen und dennoch wichtig sind.
    Lieben Gruß Nadine

  22. Hallo Daniela,
    was für ein toller Beitrag!!!
    Schade das es Menschen gibt, unbedingt das negative daran sehen möchten.
    Ich kann aus Erfahrung sagen, das ich als Kind sehr, sehr viel Verantwortung übernehmen durfte und dafür bin ich sehr dankbar..
    Ich sehe heute leider die Problematik, dass die Kinder viel zu wenig in den Haushalt einbezogen werden und dadurch grundlegende Überlebnsdinge einfach nicht mehr lernen und alles für selbstverständlich sehen. Und wenn es dann soweit ist, das selbstständige Leben, greift der eine oder andere gerne auf Mama Hotel zurück oder ist so überfordert das ein ungesunder Lebensstil entsteht…
    Deshalb weiter so…!!!!!

  23. Hey genau das was uns hier gefehlt hat…eine Klugscheißerin…läuft…
    Keine Kinder aber Ratschläge geben!Mit 4 schwierige Wäscheteile zusammenlegen…Mensch…einfach mal glücklich sein, dass das Kind gesund und munter ist, geht wohl nicht…
    Wenn ich eine Haushaltshilfe brauche, dann kauf ich mir eine aber werde sicherlich nicht mein Kleinkind dafür “missbrauchen“…oh je…

    1. Daniela Galashan

      Liebe Frau? Altmann,

      ich denke, es spricht leider nicht gerade für Sie und die von Ihnen genossene Erziehung, mich hier auf MEINEM Blog zu beleidigen.
      Wer soll denn „uns“ sein?
      Dass ich Ihnen gerade noch gefehlt habe, glaube ich nicht. Denn ich möchte mit meinem Blog andere Menschen ansprechen. Menschen, die nicht so beleidigend mit ihren Mitmenschen umgehen und die dafür sorgen wollen, dass ihre Kinder das auch nicht tun.
      Mit ein bisschen Recherche hätten Sie hier auf dem Blog herausfinden können, dass ich 3 Kinder habe. Von denen konnten zwei mit 4 Jahren die meisten Kleidungsstücke zusammenlegen (die Kleine ist noch unter 2). Ich habe aber mehrfach geschrieben, dass es um das Anfangsalter geht und bei verschiedenen Kindern unterschiedlich ist und werde so langsam müde das ständig wiederholen zu müssen.

      Wer die Kommentare sonst noch mitliest, offen für neue Anregungen ist und rausfinden möchte, warum man seinen Kindern etwas Gutes tut, wenn man sie im Haushalt mithelfen lässt, der findet z.B. hier einen Beitrag dazu: Wie Du Deine Kinder erfolgreicher machst

      Alles Gute auf ihrem weiteren Weg ohne meinen Blog.
      Daniela

  24. Mama Brumil

    Hallo. Ich finde den Artikel super, wobei mir noch viel mehr Aufgaben einfallen würden, die mein Kind mit seinen zwei Jahren schon macht. Und das nicht weil ich ihn zwinge, sondern er Spaß daran hat mir zu helfen. Er könnte auch in seinem Zimmer spielen und ich vormittags eine halbe Stunde aufräumen, aber er hilft mir lieber und so wird es vormittags ZUSAMMEN eine Stunde. (die Zeit vergeht dann so schnell)

    1. Daniela Galashan

      Hallo Mama Brumil,

      das ist doch schön, wenn ihr die Aufgaben als gemeinsame Zeiten nutzen könnt!
      Da habt ihr ja doppelt und dreifach was von, einerseits gemeinsame Zeit, dann der Lerneffekt für ihn und andererseits auch noch die erledigten Aufgaben!
      Falls Dir noch Aufgaben einfallen, die ich ergänzen könnte, dann gerne her damit! In den Text könnte ich sie noch aufnehmen, in die Grafik würde aus Platzmangel wohl etwas schwieriger.

      Euch weiterhin viel Spaß bei eurer gemeinsamen „Aufgaben-Zeit“.
      Alles Liebe!
      Daniela

  25. C-van-Dark

    Ich finde die Altersangaben einfach zu jung für vieles. Wenn ich nur daran denke, bspw. ein 2-jähriges Kind Fenster putzen zu lassen… In Anbetracht der Tatsache, dass wir im 4. OG wohnen, wird mir da schlecht. Würde nichtmal meine Schwester zu nah ans offene Fenster lassen und die ist 7!

    1. Daniela Galashan

      Liebe C-van-Dark,

      beim Fenster putzen mit Kleinkindern dachte ich natürlich an die Innenseiten der Fenster und eventuell an den unteren Teil von Balkontüren oder so.
      Ich ging davon aus, dass die Eltern kein Kleinkind Außenfenster woanders als im Erdgeschoss putzen lassen.
      Von innen ist es ja kein Problem, solange das Kind ans Fenster kommt (bei Kleinkindern natürlich ohne Leiter!). Sicherheit geht immer vor.

      Alles Liebe!
      Daniela

  26. Hallo,
    Eine wirklich gelungene Auflistung mit Möglichkeiten, Kindern Verantwortung zu geben und sie selbstständig zu machen.
    Wie schade, dass der Trend in die Gegenrichtung zu laufen scheint: Kinder, denen alles abgenommen wird und die allzu behütet aufwachsen, müssen schließlich irgendwann auch auf eigenen Beinen stehen. Und das kommt nicht über Nacht.
    Auch den Tonfall/die Wortwahl einiger Kommentare finde ich unmöglich…

    Grüße

    1. Daniela Galashan

      Liebe(r) V,

      vielen lieben Dank für Deinen Zuspruch!
      Das stimmt absolut. Im Grunde werden die Kinder, denen immer alles abgenommen wird, um so viele Übungsmöglichkeiten beraubt. Obwohl ihre Eltern ihnen ja auch nur Gutes wollen nehmen sie ihnen dadurch wichtige Entwicklungsmöglichkeiten weg, die ihnen im Vergleich zu anderen Kindern später fehlen werden. Und jahrelanges Üben anderer Kinder lässt sich nicht so einfach später im eigenen Haushalt aufholen, so dass diesen Kindern tatsächlich im Vergleich zu früh mithelfenden Kindern einiges fehlt. Auch bezogen auf andere Fähigkeiten wie Planung, organisatorische Fähigkeiten, Feinmotorik, Koordination usw. werden Kindern viele Übungsmöglichkeiten genommen, wenn sie nicht im Haushalt mithelfen.

      Alles Liebe!
      Daniela

  27. Mein Kind hat auch mit knapp einem Jahr angefangen, den Geschirrspüler und auch den Besteckkorb auszuräumen, er hat es geliebt mir die einzelnen Dinge zu reichen. Ist halt genau seine Höhe gewesen und er konnte sich prima festhalten oder hinterher den ganzen grossen Geschirrkorb mopsen. Mit 2 hat er mich übrigens darauf hin gewiesen das ich 1 Messer übersehen habe und noch entfernen muss!
    Kinder sind nicht blöd (!), helfen gerne, sollten wo sie Interesse zeigen auch mitmachen dürfen und wir uns die Zeit dafür nehmen sie auch machen zulassen. Und wenn meine Dusche mit dem Schwamm oder Waschlappen schon vorgeputzt wurde auch loben! Sie sind nicht unsere Sklaven und einiges werden wir auch hinterher noch mal machen müssen (vorzugsweise wenn sie es nicht mitbekommen) aber sie sollen lebensfähig werden und keine kleinen Paschas denen man mit 30 noch die Wohnung putzt und due Schuhe zubindent!

    1. Daniela Galashan

      Liebe Susann,

      da hast Du ja auch einen tollen Helfer!
      Das stimmt, Kinder sind ganz und gar nicht blöd und helfen eigentlich gerne, zumindest in den ersten Jahren. Und auch später gehen sie einem gern mal zur Hand, wenn sie wissen, dass man sich darüber freut und wenn sie zu schätzen gelernt haben, was wir Eltern für sie tun.
      Ganz sicher sind sie nicht unsere Sklaven! Ich putze auch eher hinterher, wenn sie es nicht mitbekommen… Und ich sehe es auch wie Du, dass es unser Ziel sein sollte, sie lebensfähig zu machen und nicht zu erwarten, dass andere ihnen alles nachtragen oder alles für sie erledigen.

      Alles Liebe für Dich!
      Daniela

  28. Finde das auch etwas zu extrem. Ich selbst bin Tochter einer alleinerziehenden Mutter gewesen und ich habe ihr geholfen, wo ich konnte. Ich habe aufgeräumt, abgewaschen, gesaugt, mit 10 abgefangen zu bügeln, mit 12 meine eigene Wäsche gewaschen. Ich finds ja okay, wenn Kinder auch schon mehr machen sollen, aber Fenster putzen? Alleine kochen? Toilette putzen? Aus mir ist eine selbstständige Frau geworden, die mit dem Auszug aus dem Elternhaus auch super zurecht gekommen ist und ich war Mama immer dankbar dafür, dass sie mir diese Selbstständigkeit mit auf den Weg gegeben hat. Wenn ich das sehe, sollte ich ihr aber mal dankbar sein, dass ich auch noch eine Kindheit haben durfte.

    1. Daniela Galashan

      Das ist doch schön, dass Du einiges lernen und mitnehmen durftest aus Deiner Kindheit!
      Aber ich weiß nicht, wie ich es noch expliziter formulieren soll, dass es hier um eine Auflistung MÖGLICHER Tätigkeiten geht, aus denen man auswählen soll?
      Gerade Fenster putzen und selbst kochen/backen rufen hier immer große Begeisterung hervor.
      Also nochmal: es geht bei dieser Auflistung darum, Anregungen zu bieten, damit die Kinder reihum immer mal unterschiedliche Aufgaben übernehmen können, um zunehmend immer mehr verschiedene Tätigkeiten im Haushalt selbständig verrichten zu können.

      Alles Liebe!
      Daniela

  29. Hallo,
    ich finde die Auflistung toll! Und einen Teil davon machen unsere Kinder auch (passt ja nicht in jeder Familie alles)
    Mir fällt noch ein: Müll wegbringen. Unserem 5 jährigen geb ich es in die Hand und sage in welche Tonne es kommt, allerdings ist er sehr klein und kommt jetzt gerade erst hoch um die Mülltonne zu öffnen. Aber den Müll auf den Kompost schaffen kann er schon länger.
    Ein Tier versorgen könnte sicher auch noch auf die Liste, so ab Vorschul- oder Schulalter.

    1. Daniela Galashan

      Liebe Simone,

      vielen lieben Dank für das Lob und die guten Ideen!
      Die beiden Punkte habe ich mit aufgenommen in den Text, in der Grafik ist es leider nicht so gut zu ändern, weil da schon anfangs nicht alles mit drauf passte… 🙂
      Da fällt mir ein, dass wir unsere Kinder immer fragen, in welchen Mülleimer sie was tun würden, was sie gerade wegwerfen wollen. Dadurch entwickeln Kinder recht schnell ein Gespür für Mülltrennung und auch unsere 2-Jährige weiß, wo sie etwas hin bringen muss, wenn wir z.B. „Plastikmüll“ sagen.

      Alles Liebe!
      Daniela

  30. Hallo,
    bin gerade zufällig auf deinen Blog gestoßen.

    Ich bin Pädagogin und in einer Familie mit 2 Geschwistern groß geworden wo Selbstständigkeit (Tätigkeiten im Haushalt) in der Erziehung selbstverständlich war bzw. nicht einmal zur diskussion stand.
    Ich finde deine Auflistung realistisch und nichts davon schadet der Entwicklung eines Kindes. Sondern fördert dies auf eine aufregende Art und Weise. Egal ob Geschirrspüler ein-, ausräumen, Wäsche zusammen legen, etc…
    Wenn man dies spielerisch je nach Alter vermittelt wird es nicht als Arbeit oder Pflicht angesehen. Eltern haben genau in solchen Situationen die Möglichkeit ihr Kind dadurch besser kennenzulernen. Das sollten doch eigentlich schöne Momente sein.

    Finde es eher traurig das dass Thema Selbstständigkeit diskutiert und kritisiert werden muss.
    Wie soll ein Kind wachsen in seiner Entwicklung, wenn Kleinigkeiten ihm nicht zu getraut werden.
    Vertrauen sollte doch die Basis für ein gesundes miteinander sein.

    Glg

    1. Daniela Galashan

      Liebe Simone,

      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar!
      Das stimmt, da nennst Du einen sehr wichtigen Aspekt, der dabei auch noch gefördert wird: die gemeinsame Beziehung und das Miteinander. Sowohl beim Anlernen und den gemeinsamen Tätigkeiten im Haushalt, als auch dabei, dass jeder einen Beitrag leistet zur Familie.
      Ich bin auch immer wieder überrascht über die Kommentare und kann die sehr negative Sicht auf eine mögliche Selbständigkeit der Kinder teilweise nicht ganz nachvollziehen.

      Alles Liebe!
      Daniela

  31. Ein toller Artikel mit vielen interessanten Anregungen. Ich bin zwar noch nicht Mama, aber ein paar Ideen sammelt man ja trotzdem schon vorher 😉
    Ich selber wurde auch so erzogen, von Anfang an immer mitgeholfen. Es hat mir definitiv nicht geschadet. Im Gegenteil. Heute kann meine Mum mit Stolz behaupten, dass sie eine selbständige Tochter hat, die einen Haushalt doch recht organisiert führen kann und das auch alles an die zukünftigen Enkelkinder weitergeben kann.
    Ich finde es sinnvoll und vernünftig, Kinder in Haushaltstätigkeiten mit einzubeziehen. Ich weiß noch von mir, dass ich immer stolz drauf war, z.b. sonntags Morgens für meine Familie das Frühstück vorzubereiten. Wenn mal was nicht geklappt hat, hat mir jemand geholfen, Mama oder die großen Geschwister. Es geht ja nicht drum, dass man als Kind mehr Haushalt macht als spielen. Aber gemeinsam Sachen erledigen finde ich toll und für Kinder ist es doch super, diese Erfahrung zu machen, dass sie was können, was sonst die Großen machen.

    In diesem Sinne also Danke für die Inspiration, liebe Daniela.

    LG, Eva

    1. Daniela Galashan

      Liebe Eva,

      vielen lieben Dank für Deinen motivierenden Kommentar!
      Da hast Du ja eine sehr positive Sicht auf das Mithelfen im Haushalt, das finde ich toll!
      Und auch, dass Du Dich schon vorher gedanklich mit Erziehung beschäftigst und Anregungen suchst.

      Ich wünsche Dir dann später viel Spaß beim Anwenden der gesammelten Anregungen!
      Alles Liebe!
      Daniela

  32. Wir verfolgen auch das Ziel, unsere Kinder zur Selbständigkeit zu erziehen, und binden sie daher ganz regulär in Haushaltstätigkeiten ein.
    Die beiden großen (fast 9 und 6) haben nicht immer Lust, was ich durchaus verständlich finde, dennoch sind sie angehalten sich einzubringen und mitzuhelfen. Wenn sie selber aussuchen dürfen, wobei sie helfen, haben sie sogar Spaß daran; der 6jährige kocht z.B. gerne.
    Unser 2jähriger hilft leidenschaftlich beim Geschirrspülerausräumen und das auch schon seit fast einem Jahr, er konnte früh laufen. Klar musste man da schnell sein und ihm die Sachen für hohe Schränke abnehmen.
    Wir haben unseren Kindern auch erklärt, dass man sich in einer Familie gegenseitig hilft, gemeinsam schneller ungeliebtes erledigt und danach mehr Zeit für tolle Sachen ist. Sie sind durch ihre Aufträge im Haushalt nicht weniger Kinder!
    Ich verstehe die negativen Kommentare überhaupt nicht. Ich glaube nicht, dass man Kindern etwas gutes tut, wenn man sie von jeglichen Pflichten entbindet und alles für sie erledigt.

    1. Daniela Galashan

      Liebe Jule,

      da bin ich ganz Deiner Meinung, dass den Kindern mit der Freiheit von Pflichten nichts Gutes getan wird.
      Das klingt nach richtig schönem Familienleben bei euch! Dass größere Kinder nicht immer Lust aufs Helfen haben, ist ja auch normal und völlig in Ordnung. Zu lernen, dass man auch mal etwas tun muss, worauf man eigentlich gerade keine Lust hat, ist auch eine wichtige Lektion für die Kinder und hilft ihnen später im Leben weiter.

      Alles Liebe!
      Daniela

  33. Hallo Daniela

    Ich kann dir nur recht geben. Kinder können Aufgaben im Haushalt übernehmen. Bei meinen 2 Töchter ist es zu spät. Sie sind 14 und 18 Jahre. Es tut mir leid das ich Ihnen nichts beibringen konnte. Ich hatte eine Schwere Kindheit mit viel Arbeiten. 20ha großer Bauernhof, Vater ging 40 Stunden arbeiten, Mutter mußte alleine den Bauernhof bewirtschaften. Ich brachte es nicht übers Herz, meinen Kindern arbeiten im Haushalt übernehmen zu lassen. Diese negativen Beiträge sind vollkommen überflüssig, meiner Meinung nach. LG Kitty

    1. Daniela Galashan

      Liebe Kitty,

      mit Deiner Vorgeschichte kann ich völlig verstehen, dass Du Deine Töchter schützen wolltest vor solch einer großen Belastung, wie Du sie erleben musstest.
      Für Deine kleine Tochter ist es ganz sicher nicht zu spät! Und falls Deine große Tochter noch zu Hause wohnt (und das vielleicht noch für ein paar Jahre), dann auch für sie nicht!
      Setz Dich doch einfach mit ihnen zusammen und sprecht ehrlich darüber, warum Du ihnen im Haushalt immer alles abgenommen hast und dass Du nun weißt, dass es für ihren Erfolg im Leben wichtig wäre, noch einiges im Haushalt zu lernen und auch regelmäßige Pflichten zu übernehmen.
      Vielleicht hilft es, wenn sie sich erstmal aus einer Liste an anfallenden Tätigkeiten pro Woche z.B. 2 raussuchen sollen? So dass sie selbst erstmal mitbestimmen können, was sie übernehmen? Und nach einer bestimmten Zeit (ein Monat?) sollen sie sich dann jeweils andere Tätigkeiten aussuchen. So werden sie es noch lernen, verschiedene Dinge im Haushalt zu erledigen.
      Auf diese Weise würde ich es wohl versuchen und drücke Dir die Daumen, dass es noch gelingt!

      Alles Liebe und viel Erfolg dabei!
      Daniela

  34. Mein 2 jähriger „hilft“ mir wahnsinnig gerne im Haushalt und auch wenn es dadurch meistens länger dauert hab ich das Gefühl, es ist sinnvoller für ihn mir zu helfen, als ihn in der Zeit was anderes zu machen. Abgesehen davon hilft er immer freiwillig und würde eh nichts anderes in der Zeit machen wollen.
    Ich finde es total schade dass so viele negative Kommentare dazu fallen. Es ist ja keine Liste die Kinder durcharbeiten müssen ohne jegliche Unterstützung oder Aufsicht von Erwachsenen.
    Ich hab als Kind unglaublich gerne gekocht und gebacken, und war immer sehr stolz wenn es was geworden ist (vielleicht bin ich auch deshalb Köchin und Konditorin geworden).
    Eigentlich ist es doch traurig wenn Kinder nicht im Haushalt integriert werden und alles (in den meisten Fällen) Mama machen muss.

    1. Daniela Galashan

      Hallo Marie!

      Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar!
      Da hast Du ja einen toll motivierten kleinen Mann, wie schön!
      Das klingt wunderbar, dass bei Dir aus der Mithilfe zu Hause sogar der Traumberuf wurde!
      Ich bin da genau Deiner Meinung, dass es schade ist, dass manche die Auflistung anscheinend nicht als Auswahl-Liste verstehen (wollen?) und dass es auch für die Kinder traurig ist, dass sie nicht eingebunden werden.

      Alles Liebe für euch!
      Daniela

  35. Sicherlich ist es gut, wenn Kinder im Haushalt mithelfen und die Verantwortung für ihren eigenen Bereich – das Kinderzimmer übernehmen (später sicherlich auch in anderen Bereichen). Aber braucht man denn für alles Listen und Abläufe? Ich denke Kinder helfen ganz von alleine mit und haben Spaß daran den Eltern zu helfen, sei es beim gemeinsamen Geschirrspüler ausräumen, kochen, etc. Dafür braucht man keine Altersempfehlung. Als Mutter sollte man selbst einschätzen können was machbar ist und was nicht. Muss denn ein Kind mit 4/5 Jahren schon Fenster putzen, mit 3 Jahren Wäsche legen, oder gar mit einem Jahr Sachen aufs Kehrblech kehren (das das alles nur Richtwerte des Alters sind ist mir klar!). Vom Toilette putzen ganz abgesehen, aber das wurde ja schon mehrfach erwähnt. Ich kann meine Kinder auch so gut auf ihren Haushalt vorbereiten, ohne Listen und Empfehlungen. Die Aufgaben des Haushaltes erlernen Sie noch früh genug und nur weil sie nicht bereits ab einem Jahr gefördert werden, heißt das nicht das sie später keinen Haushalt führen können. Ich musste zu Hause nie Fenster putzen Und schau an, ich kann es jetzt trotzdem. Schade das das Augenmerk nicht mehr auf das Erleben der Kindheit liegt sondern schon kleine Erwachsene herangezogen werden. Ich glaube nicht das das in der Psychologie gelehrt wird.

    1. Daniela Galashan

      Liebe Susanne,

      es ist schön, wenn in der Kindheit genau darauf der Schwerpunkt liegt, auf dem gemeinsamen Erleben der Kindheit und des Alltags.
      Und das geht perfekt, wenn wir gerade kleine Kinder auch an unserem Alltag teilnehmen lassen und ihnen die Möglichkeit geben, uns bei unseren Handlungen zu begleiten und sie gemeinsam auszuführen.
      Abgesehen davon kannst Du Dich hier selbst von den Vorteilen überzeugen, die es Deinen Kindern bringt, wenn sie im Haushalt mithelfen können: https://liebeundhirn.de/haushalt/

      Diese Liste ist – wie mehrfach erwähnt – einfach nur als Inspiration gedacht, um sich zum Beispiel Aufgaben raus suchen zu können, die man noch nicht gemeinsam gemacht hat oder Ideen zu bekommen, was das eigene Kind schon können könnte (man ihm aber vielleicht noch nicht zugetraut hätte).
      Kein Kind soll eine solche Liste „abarbeiten“, ich hoffe, das ist klar geworden.

  36. Ich erziehe mein Kind sehr selbstständig. Bei dieser Auflistung konnte ich mir ein lachen allerdings nicht verkneifen. Nicht mal Erwachsene Männer bekommen das hin, was hier schon Kinder machen sollen laut Liste.

  37. Daniela Galashan

    Hm, zumindest mein Mann hätte bei keinem dieser Punkte ein Problem und einige engagierte Männer aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis auch nicht.
    Allerdings gibt es sicher auch Männer, die leider noch sehr unselbständig erzogen wurden (ein Mangel, für den sie ja eigentlich nichts können) und dann auch von ihrer Partnerin nicht in die Pflicht genommen wurden, so dass sie es vielleicht tatsächlich auch im Erwachsenenalter noch nicht können.

    Aber für die Generation unserer Kinder können wir das besser machen!
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Töchter sich damit zufrieden geben würden, wenn ihnen ein zukünftiger Partner erklären würde, er könne irgendwas davon nicht. Vom Papa wissen sie ja, dass jede Aufgabe im Haushalt auch von Männern übernommen werden kann. Daher hoffe ich, dass sie später auch an selbständige Männer geraten, denen sie nicht erst Aufgaben beibringen müssen, die deren Eltern ihnen hätten beibringen sollen…

  38. Runde Fenster????
    Find ich super….seit ungefähr 3 Jahren
    Dreieckige T-Shirt …es gibt keine schöneren als meine!! Mein Sohn (jetzt 4) wollte immer schon „helfen“…und durfte das auch, ganz egal wie! Das ist nämlich sich mit seinem Kind beschäftigen!
    Ich finde deinen post super…und da steht nix von Kinder !müssen können!…. vielleicht sollten manchen lesen lernen

    1. Daniela Galashan

      Liebe Katrin!

      Da musste ich erst kurz überlegen wegen der runden Fenster 😉
      Wie schön, dass Dir mein Beitrag gefällt und Du ihn richtig verstehst!
      Ich wundere mich auch immer wieder, dass es anders verstanden wird hier. Vielleicht liegt es daran, dass heutzutage oft zu wenig Zeit bleibt und nur kurz drüber gelesen und sich dann gleich ein Urteil gebildet wird?

      Euch alles Liebe und schöne Feiertage!
      Daniela

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